Die Sanierung der Elbchaussee stellt für den Hamburger Westen seit vielen Jahren eine erhebliche Belastung dar. Der erste Bauabschnitt (Manteuffelstraße bis Parkstraße) wurde im Dezember 2023 nach drei Jahren abgeschlossen. Im derzeit laufenden zweiten Bauabschnitt (Betty-Levi-Passage/Klopstockstraße bis Hohenzollernring) kommt es jedoch zu erheblichen Verzögerungen: Anstelle einer ursprünglich deutlich kürzeren Bauzeit ist die Elbchaussee als zentrale Verkehrsverbindung bis voraussichtlich Juli 2026 voll gesperrt.
Hamburg ist eine Stadt am Wasser, deren Gewässer für viele Menschen bislang vor allem Kulisse sind. Die Diskussion über zusätzliche und besser nutzbare Bademöglichkeiten zeigt, dass in der Stadtgesellschaft ein großes Interesse besteht, das Element Wasser vielfältiger und stärker zu erleben. Neben fachlichen Prüfungen möglicher Standorte ist dabei insbesondere das lokale Wissen der Hamburgerinnen und Hamburger von besonderem Wert.
Hamburg will den geplanten „Wohnungsbau-Turbo“ des Bundes – insbesondere den neuen § 246e BauGB – gezielt nutzen, um schneller bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Die Regelung erlaubt befristet bis 2030 vereinfachte Verfahren ohne klassische Bauleitplanung, sofern keine erheblichen Umweltauswirkungen entstehen.
Seit dem Jahr 2019 unterhält die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen eine Koordinierungsstelle für Seniorinnen und Senioren, die einen Wohnungswechsel anstreben. Ziel ist es, ältere Menschen mit großen Wohnungen beim Umzug in kleinere, barrierearme Wohnungen zu unterstützen und dadurch dringend benötigten Wohnraum für Familien freizumachen.
Vom 7. Januar bis zum 9. Februar 2015 lag der für den Logistikpark aufgelegte Bebauungsplan-Entwurf „Neuland 23“ im Harburger Bauamt zur Einsicht- und Stellungnahme öffentlich aus. Seit über zehn Jahren beschäftigt sich die Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) mit dem 34 ha großen Wiesengrundstück. Passiert ist seitdem nichts. Die Fläche liegt nach wie vor brach und verkommt zusehends. Die 1.500 angekündigten Arbeitsplätze sind weit und breit nicht in Sicht.
Hamburg ist als „Stadt am Wasser“ bekannt. Elbe, Alster und zahlreiche Kanäle prägen das attraktive Stadtbild der Hansestadt, sie haben einen wesentlichen Anteil an der hohen Lebensqualität vor Ort. Diese besondere Qualität ist für die Hamburgerinnen und Hamburger bisher allerdings kaum nutzbar: Das sommerliche Planschen, Baden und Schwimmen ist in Alster und Elbe fast nirgendwo möglich. So ist Hamburgs Wasserlage eine schöne Kulisse, die viel verspricht und bislang zu wenig einlöst.
Bei der Planung städtebaulicher Projekte vergehen zwischen Konzept, Planungsbeschluss und tatsächlicher Bebauung oft viele Jahre. Immer wieder zeigt sich, dass der tatsächliche Flächenbedarf zum Zeitpunkt der Realisierung nicht mehr den ursprüngli-chen Annahmen entspricht. Durch die stark veränderten Rahmenbedingungen des Bauens in den letzten Jahren fällt dieser Zeitverzug besonders deutlich ins Gewicht und wirkt sich insbesondere auf den Wohnungsbau negativ aus.
Die sicherheitspolitische Lage in Europa und weltweit hat sich seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine verschärft, geopolitische Spannungen nehmen weltweit zu. Neben militärischen Auseinandersetzungen sind hybride Bedrohungen wie Cyberangriffe, Desinformationskampagnen, Sabotageakte sowie die gezielte Schwächung kritischer Infrastruktur inzwischen reale Szenarien.
Die Hansestadt Hamburg muss sich vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen auf Krisenlagen vorbereiten – auch im Hinblick auf die Resilienz öffentlicher Infrastrukturen.
Seit dem Start des zweiten Bauabschnitts der Grundinstandsetzung der Elbchaussee zwischen dem Altonaer Rathaus und dem Hohenzollernring herrscht in großen Teilen Altonas und Othmarschens ein massives Verkehrschaos. Die vorgesehene Umleitungsroute über die B431 ist aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen für den A7-Deckel ohnehin schon seit langer Zeit stark überlastet. Weitere Sperrungen im Umfeld – etwa durch den Ausbau der Fernwärmetrasse – verschärfen die Situation. Die Folgen sind massiver Ausweichverkehr in Wohnstraßen, die Gefährdung von Fußgängern und Radfahrerinnen und Radfahrern, nächtliche Lärmbelastung sowie massive Zeitverluste im Berufsverkehr.
Die umfangreiche Grundsanierung der Elbchaussee, einschließlich der Övelgönne Wasserrohre und aller Leitungen, wird aktuell nach mehr als einjähriger Pause mit dem zweiten Bauabschnitt zwischen Betty-Levi-Passage und Hohenzollernring fortgesetzt. Es ist davon auszugehen, dass der dritte Bauabschnitt vom Hohenzollernring bis zur Parkstraße sich derzeit in der Planungs- und Vorbereitungsphase befindet. In diesem dritten Abschnitt ist vorgesehen, einen Teil der bestehenden Parkmöglichkeiten oberhalb des Elbstrands Övelgönne zurückzubauen, unter anderem zugunsten einer Erweiterung der Radverkehrswege. Der Senat besteht auch in diesem Abschnitt auf einer Verkehrsinfrastruktur für alle Verkehrsteilnehmer, obwohl auch hier die Breite der Elbchaussee nur Stückwerk und Notlösungen zulassen wird. Parallel zur Elbchaussee verlaufen die Bernadottestraße und die Holländische Reihe, die sich aufgrund des Wohngebiets ideal für eine Fahrradstraße eignen würden. Dieser Vorschlag der CDU wurde jedoch mehrfach abgelehnt.
